Verlegearten

Schwimmend :

Das bedeutet, dass die einzelnen Parkettbretter - oder bei Fertigparkett die Parkettelemente - nicht völlig mit dem Untergrund verbunden werden, sondern dass die Parkettelemente lediglich miteinander verbunden sind und damit lose auf dem Untergrund liegen. Die Parkettstücke werden bei der schwimmenden Verlegung also untereinander verleimt, liegen dann aber eben ohne weitere Befestigung auf dem Boden.

 

Vorteile der schwimmenden Verlegeart:

• Angenehmer Tritt – der Boden hat eine gewisse Elastizität, er gibt nach  und das schont die Gelenke und die Bandscheiben

• Leichtere Entfernung des Parketts möglich wenn die Wohnung neu gestaltet wird

• nach Verlegung ist der Boden bereits fertig, keine weitere Oberflächenbehandlung nötig

 

 

• Vollflächig verklebt:

Vor allem dort, wo ein Parkettboden ein Leben lang genutzt werden soll. Der Kleber wird auf der ganzen Fläche aufgetragen und das Parkett darauf geklebt. 

Vorteile beim vollflächigen Verklebten:

• Längere Lebensdauer des Parketts 

• Das Abschleifen von festgeklebtem Parkett ist einfacher

• keine Geräusche wie das beim schwimmenden Verlegen manchmal der Fall ist

 

 

Fußbodenheizung  und Parkett 

 

Parkett ist grundsätzlich ein fußwarmer und sehr angenehmer Bodenbelag, doch viele Bauherren erhoffen sich einen Parkettboden zusätzlich mit einer Fußbodenheizung kombinieren zu können. Dies ist grundsätzlich auch realisierbar, erfordert jedoch ein höheres Maß an Überlegungen im Vorfeld und ein sorgfältiges Auswählen der zu verwendenden Materialien.

 

Der Untergrund sollte im Idealfall zunächst einmal feuerfest sein, und sich sowohl für die Einlassung einer Flächenheizung als auch für eine dauerhafte Nutzung von Parkettboden eignen. Diese beiden Voraussetzungen erfüllt eigentlich fast nur Heizestrich. Aus diesem Grund sollte der Untergrund für die Kombination von Parkett und Fußbodenheizung eben solch ein Heizestrich sein oder dementsprechend nachgerüstet werden.

 

Hauptsächlich trägt zum Funktionieren einer Fußbodenheizung unter Parkett aber der richtig ausgewählte Parkett bei. Man muss nämlich bedenken, dass sich Holz abhängig von unterschiedlichen Temperaturen ausdehnt und zusammenzieht. Mit einer Fußbodenheizung ist das Parkettholz dieser Beanspruchung ständig ausgesetzt, so dass man eine Holzart wählen muss, die diesen Beanspruchungen standhält. Neben eher exotischen Hölzern wie zum Beispiel Merbau, Doussie, Bambus und Olivenholz, hat man auch mit heimischen Holzarten wie Eiche, Kirsche und Nussbaum bei fachgerechter Verlegung gute Erfahrungen gemacht. Holzarten wie Buche und Ahorn eignen sich definitiv nicht.

 

Neben der Holzart spielt aber auch die Oberflächenveredlung des Parkettbodens eine Rolle. Vorzugsweise sollte man hier auf geölte Parkettböden zurückgreifen, da hier die Poren des Holzes nicht wie beim Versiegeln geschlossen werden, sondern offen bleiben und dadurch Feuchtigkeit besser aufnehmen oder abgeben können. Dies ist bei einem Parkettboden mit Fußbodenheizung eine wichtige Eigenschaft.

 

Der wohl wichtigste Punkt, der bei der Kombination von Parkettboden und Flächenheizungen zu beachten ist, ist die Art der Verlegung des Parketts. Hier muss deutlich gesagt werden, dass für Fußbodenheizungen nur ein vollflächig verklebter Parkettboden in Frage kommt. Der schwimmend verlegte Parkett ist nicht geeignet, auch wenn dies oft von den Herstellern behauptet wird. Dies hat damit zu tun, dass zwischen dem Untergrund und dem Parkettboden Luftpolster bei der schwimmenden Verlegung entsteht. Wer in Physik gut aufgepasst hat weiß, dass Luft einer der besten Isolatoren überhaupt ist und wenn man nun unter einem schwimmend verlegtem Parkettboden eine Fußbodenheizung installiert, muss die Wärme zwei Luftpolster, eine Trittschallmatte und den Parkettboden selbst durchdringen, bis ein Raum erwärmt wird. Hierbei geht soviel Wärme verloren, dass es sich einfach nicht lohnt bzw. dass unter Umständen die Leistung einer normalen Fußbodenheizung gar nicht ausreicht.

 

Bei vollflächig verklebtem Parkett ist eine Fußbodenheizung aber durchaus realisierbar und mit entsprechenden Materialien ohne allzu großen Wärmeverlust zu verwirklichen.

 

 

VERLEGEMUSTER: